Sonntag, 30. November 2014

Advent


Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin - bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke
1875-1926



Meine Lieben,
ich wünsche euch von Herzen einen wunderschönen 1. Advent
und genießt diese herrliche Vorweihnachtszeit in vollen Zügen.



Foto und Text copyright by v-vabelhaft.blogspot.com

Dienstag, 25. November 2014

Ein Lebens-Märchen

 

Was ist das Leben

 

An einem schönen Sommertage war um die Mittagszeit eine Stille im Wald eingetreten.
Die Vögel steckten ihre Köpfe unter die Flügel.

Alles ruhte.

Da steckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte:
Was ist das Leben?

Alle waren betroffen über diese schwere Frage.

Eine Rose entfaltete ihre Knospe und schob behutsam ein Blatt ums andere heraus.
Sie sprach: Das Leben ist eine Entwicklung.

Weniger tief veranlagt war der Schmetterling.
Lustig flog er von einer Blume zur anderen, naschte hier und dort und sagte:
Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.

Drunten am Boden schleppte sich eine Ameise mit einem Strohhalm, der
zehnmal länger als sie selbst war, und sagte:
Das Leben ist nichts als Mühe und Arbeit.

Geschäftig kam eine Biene von einer honighaltigen Blume zurück und meinte dazu:
Das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.

Wo so weise Reden geführt wurden,
steckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und sagte:
Das Leben ist ein Kampf in Dunkel.

Die Elster, die selbst nichts weiß, und nur vom Spott der anderen lebt, sagte:
Was ihr für weise Reden führt! Man sollte wunder meinen, was ihr für gescheite Leute seid!

Es hätte nun fast einen großen Streit gegeben, wenn nicht ein feiner Regen eingesetzt hätte, der sagte:  
Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.

Dann zog er weiter zum Meer.
Dort brandeten die Wogen und warfen sich mit Gewalt gegen die Felsen, kletterten daran in die Höhe und warfen sich dann wieder mit gebrochener Kraft ins Meer zurück und stöhnten:
Das Leben ist ein stetes, vergebliches Ringen nach Freiheit.

Hoch über ihnen zog ein Adler majestätisch seine Kreise, der frohlockte:
Das Leben ist ein Streben nach oben.

Nicht weit davon stand eine Weide, die hatte der Sturm schon zur Seite geneigt. Sie sprach:
Das Leben ist ein Sich-Neigen unter einer höheren Macht.

Dann kam die Nacht ...

Im lautlosen Flug glitt ein Uhu durch das Geäst des Waldes und krächzte:
Das Leben heißt, die Gelegenheit nutzen, wenn die anderen schlafen.

Schließlich wurde es still im Wald.

Nach einer Weile ging ein Mann durch die menschenleeren Straßen nach Hause. Er kam von einer Lustbarkeit und sagte so vor sich hin:
Das Leben ist ein ständiges Suchen nach Glück und Erfolg, sowie eine Kette
von Enttäuschungen.


Auf einmal flammte die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach:
Wie ich, die Morgenröte, der Beginn des kommenden Tages bin, ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit.

Schwedisches Märchen


Und was ist Leben für dich?


Text eingstellt von v-vabelhaft.blogspot.com

Sonntag, 23. November 2014

Fehlerhaftes Update + Voll Erwischt

Ja, ich existiere noch....

Ich hab ganz und gar versagt, wenn es um meine Zeiteinteilung geht.
Eigentlich hatte ich mir ein schönes "Update" ausgedacht, damit alles viel klarer, effektiver und reibungsloser organisiert abläuft.
Aber was soll ich sagen, ich habe kläglich versagt.
Irgendwie funktionierte gar nix mehr.
Alles blieb liegen und wurde auf den nächsten Tag verschoben.
Selbst das Kochen war teilweise nicht mehr unter einen Hut zu bekommen - nur mal so nebenbei, ich kann keinen Döner mehr sehen... . ;))))
Jetzt bin ich dabei, alles wieder auf das alte Level zu bringen, sozusagen "Back to the roots". ;)))

Und dann hatte es mich auch noch voll erwischt, von dem einen auf den anderen Moment.
Ganz ohne Vorwarnung war er auf einmal da - der "Novemberblues".
Ich hab mich selbst nicht wiedererkannt. Auf einmal erschien mir alles so hoffnungslos, so trübe und finster. Es war so, als wäre ich innerlich total leer gefegt.
Als hätte ich nie Träume oder Pläne oder Zuversicht in mir gehabt.
Alles erschien mir kalt, leer und trübe.
Puh, das war ganz schön gruselig.
Es ist auch gar nicht so einfach, das irgendwie zu erklären oder überhaupt in Worte zu fassen. Vor allem, weil ich selber gar nicht weiß, wie ich in den Zustand hineingeraten bin.
Ich hab aber einen Eindruck bekommen, wie schlimm es für Menschen sein muss, für die solch ein Empfinden Alltag ist.
Wie ich da herausgefunden habe?
Nun, ich denke mit Hilfe meines Glaubens, weil mein geliebter Herr Frosch alles getan hat, dass es mir wieder besser geht, weil ich eine starke Familie und eine Freundin habe, die irgendwie immer die richtigen Worte findet.
Auch wenn es jetzt vielleicht abgedroschen klingt, aber ich bin für all diese Menschen sehr, sehr dankbar und vor allem für ihre Fürsorge, die Freundlichkeit, das Verständnis und diese einzigartige Liebe.

Ich muss euch noch etwas gestehen. Ich hatte nicht einmal wirklich die Muße, um bei euch mal vorbeizuschauen. - SORRY! -
Sehr wahrscheinlich werden meine Besuche bei euch auch in nächster Zeit eher gering sein, denn
neben dem ganzen alltäglichen Wahnsinn, der jetzt wieder beginnt und die Sachen, die ich jetzt aufarbeiten muss (das fängt bei der Bügelwäsche an. *ächz* - Gibt es hier vielleicht Freiwillige, die das übernehmen? *gg*) steht jetzt noch eine Behandlung bei mir an, die erfahrungsgemäß dazu beiträgt, dass ich danach ziemlich platt sein werde.
Das wiederum heißt, dass ihr noch einmal gaaaaaanz stark sein müsst *grins* und auf mich nochmal eine kurze Weile verzichten müsstet.

Aber dann....
Dann dürfte ich soweit wieder fit und mein alter Modus wieder hergestellt sein, dass ich euch mit meiner regelmäßigen Anwesenheit beglücken kann.
Meint ihr, ihr haltet das durch?????
Ich mein, ich hab noch so viel zu erzählen und es wäre so schön, wenn ihr dann wieder mit dabei wärt.
Außerdem... was wäre mein Blog ohne euch!!!
Ich freu mich immer wie Bolle über eure lieben, lustigen und auch mitfühlenden Kommentare.
Aus dem Grund gibt es jetzt extra für euch einen großen Strauß Rosen.


Danke, dass es euch gibt!!!!



Bild und Text copyright by v-vabeihaft.blogspot.com

Samstag, 8. November 2014

Von der Gehirnerschütterung + eine kleine Anekdote vom Arzt

TATATATAAA.... :))) ich melde mich zurück und sage: 

Hallo ihr Lieben!!!!!!!

Vorab möchte ich mich bei euch für all eure lieben Genesungswünsche bedanken ♥ ♥ ♥

Jetzt habt ihr aber lange auf meine Anwesenheit verzichten müssen...*gg*
Aber da machse nix, wenn nich geht, dann geht dat eben nich! 

Ich hatte sooooo viel Freizeit - kein TV, kein PC, kein Handy, keine Bücher,... - das war vielleicht laaaaaaangweilig!
Na gut, zwischendurch hab ich es trotzdem immer wieder versucht, aber das ging nicht so. :((

Nu is aber fast alles wieder gut.
Beim Autofahren wird mir immer noch etwas schummerig und heftiges Kopfnicken sollte ich auch noch besser unterlassen, aber ansonsten bin ich wieder auf den Beinen - naja, auf den Rollen - ach, ihr wisst schon was ich damit sagen will, oder? *gg*

Wie es überhaupt dazu gekommen ist?
Na, jeder weiß doch, dass die meisten Unfälle zuhause passieren und so war es auch bei mir.

Herr Frosch und ich waren die letzte Abendrunde mit unserem Wuffti gegangen, kamen leicht durchgefroren wieder, schälten uns aus Hut und Mantel und dabei nahm das Unglück seinen Lauf...
Beim Aufhängen der Jacken hatte Herr Frosch nicht bemerkt, dass ich noch nicht weiter gerollt war und bei seiner halben Drehung, um ins Bad zu gelangen, erwischte sein Ellenbogen im vollen Schwung meinen Schädel - bääääääääm.

Ein Besuch beim Arzt gab es natürlich auch. Nach der Untersuchung stand fest, dass sowohl eine Gehirnerschütterung, als auch ein leichtes Schleudertrauma vorhanden war.
Er empfahl mir Ruhe und Wärme für den Nacken. Sollte es sich verschlechtern, müsste ich zur einer größeren Untersuchung ins Krankenhaus.
Zum Glück half mir die verordnete Ruhe - es war wie gesagt nur sehr langweilig.

Aber es wäre ja gelacht, wenn ich es nicht zumindest einmal geschafft hätte, den Arzt in Verwunderung zu versetzen ;)) - aber auf mich ist ja Verlass.... *lach*

Der sehr dynamische, chirurgische Arzt nahm sich trotz des schon beinahe eingeläuteten Feierabends die Zeit für besagte (kurze) Untersuchung.
Nebenbei bemerkt fragte er noch nicht mal, warum ich im Wheely sitze.
Das war neu für mich, denn sonst lassen sich Ärzte erstmal genau aufklären, warum ich auf den Wheely angewiesen bin und erst dann folgt die Behandlung.
Ich schiebe es einfach auf die späte Uhrzeit (kurz nach 18:00 Uhr) und das er schnell nach Hause wollte.

Seine sehr rasche Untersuchung wurde aber in dem Moment unterbrochen, als ich mich erkundigte, ob ich denn weiterhin reiten gehen könnte oder ob ich es besser ausfallen lassen sollte.
Es ist immer Schade, dass ich in solchen Augenblicken keine Kamera zur Hand habe...

Aber ich will versuchen es mit Worten authentisch "nachzustellen". ;)))
Sekunde 1:
Arzt im normalen und ruhigen Ton: "Reiten würde ich ausfallen lassen."
Sekunde 2:
Arzt ist sich plötzlich bewusst geworden, eine Rollstuhlfahrerin vor sich zu haben:
"Ähhhh, was?! REITEN???"
Sekunde 3:
Arzt schaut mich seltsam an, legt den Kopf schief und fragt in einem tieferen Ton nach: "Reiten?"
Sekunde 4:
Ich muss aufpassen, nicht in schallendes Gelächter auszubrechen und antworte mit einem kleinen Grinsen im Gesicht: "Ja, r e i t e n."
Sekunde 5 bis 10 keine Reaktion vom Arzt, sondern nur ein angestrengtes Nachdenken (mit einem nicht allzu cleveren Gesichtsausdruck).
Sekunde 11:
Der Arzt fängt an, sich wieder zu bewegen.
Schaut mich nun aus einiger Entfernung von Kopf bis Fuß an (bin mir nicht sicher, ob das zur Untersuchung gehörte).
Sekunde 12:
Es folgt ein leises Murmeln: "Reiten?!!!!" - so als könnte er es nicht fassen.

Im nächsten Moment besinnt sich wieder, tritt zielstrebig vor mich, hält mir das linke Auge zu, räuspert sich und meint (vielleicht etwas strenger, als er es vermutlich meinte):
"Nein, reiten würde ich nicht empfehlen."
Tritt wieder zurück und schaut mich immer noch so an, als würde er darauf warten zu hören, dass ich ihn nur veralbern wollte.

Ich bin immer wieder amüsiert, wie schnell Menschen sich durch etwas ganz Banales aus dem Konzept bringen lassen.
Ich meine, es war ja eine von mir ganz ernst gemeinte Frage.
Aber anscheinend stelle ich für manche Menschen immer die falschen Fragen.
Zumindest scheint mein Gegenüber das dann immer zu vermuten.
In zu vielen Köpfen steckt einfach der Irrglaube, dass ein "normales" Leben im Rollstuhl nicht möglich ist oder sogar gar nicht existiert.

Wenn es euch interessiert, werde ich mal einen extra Post über das besagte Reiten schreiben, aber eigentlich wollte ich eh mal etwas darüber schreiben und dann gibt es auch ein oder zwei Fotos dazu..
Natürlich geht es weder um Springreiten, noch Dressur, noch sonst irgendetwas in der Richtung.
Aber ich will jetzt noch nicht zu viel verraten.

Jetzt ist aber genuch gebrabbelt.
Zeit zum Ende zu kommen, aber ich komm jetzt wieder öfters vorbei. Also haltet eure Lesebrillen (falls benötigt), eine Tasse Tee und viele Leckereien bereit. *grins*


 Text copyright by v-vabelhaft.blogspot.com

Samstag, 1. November 2014

Gehirnerschütterung

Meine Lieben, ich melde mich nur ganz kurz.
Wie ihr schon aus der Überschrift erahnen konntet, falle ich aufgrund einer Gehirnerschütterung für die nächsten Tage aus.
Es wäre zu viel und zu lang jetzt alle Details aufzuschreiben, denn diese "Flimmerkisten", wie TV, PC und etc. verschlimmern das Ganze nur.

Trotzdem möchte ich mich noch ganz schnell bei allen bedanken, die mir im letzten Post zum Blog-Award (- schau mal rein, vielleicht bist DU ja auch nominiert *zwinker*) mit wirklich lieben und witzigen Kommentaren ihre Zusage gegeben haben.
Ich freu mich tierisch und verteile viele Busserl an euch - *knnnuuuuuuuuuuuutschi*.

So bald es mir besser geht hört, vielmehr lest ihr wieder von mir.

Seid herzlichst gegrüßt, eure Frau Vabelhaft


Text copyright by v-vabelhaft.blogspot.com